Berufsbild:
HörgeschädigtenpädagogInnen sind mit der Bildung von hörbeeinträchtigten
Kindern und Jugendlichen in schulischen Institutionen beauftragt. Angestrebtes
Ziel der Hörgeschädigtenpädagogik ist einerseits die bestmögliche
berufliche und soziale Integration der hörbeeinträchtigten Jugendlichen
in die hörende Welt, andererseits die Entwicklung einer starken Identität
im Kontext der Hörbehinderung.
Institutionen
In der Deutschschweiz gibt es verschiedene Institutionen, in denen hör-
und sprachbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche geschult werden.
Die Institutionen haben ihre eigene Entwicklung und setzen ihre Schwerpunkte
hinsichtlich Zielgruppen und Angebote verschieden. Genauere Informationen
zu den einzelnen Institutionen und ihren Angeboten können im Internet
nachgelesen werden.
Weiterführende Institutionen bieten für Jugendliche und junge Erwachsene Ausbildungs-, Arbeits- und Wohnplätze im geschützten Rahmen an:
Ausbildung
Hörgeschädigtenpädagogen / Hörgeschädigtenpädagoginnen
haben ein Lehrdiplom für ihre Unterrichtsstufe abgeschlossen. An der
Hochschule für Heilpädagogik in Zürich wird anschliessend der
berufsbegleitende Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik mit Schwerpunkt
Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose (Dauer: 5 Semester)
absolviert.
Das Studium vermittelt Kompetenzen im Bereich der Förderdiagnostik, spezifische
Didaktik im Unterricht und Förderung der Hörbeeinträchtigten,
verschiedene Kommunikationsformen, Beratung und Zusammenarbeit, Praxisreflexion
und Qualitätssicherung, Entwicklung und Organisation schulischer und
sozialer Institutionen, Öffentlichkeitsarbeit etc. Schwerpunkte in unserer
Arbeit mit hörbeeinträchtigten Kindern und Jugendlichen
Förderung der Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz
| Bildung wenn möglich nach kantonalem Lehrplan | |
| mündliche und schriftliche Kommunikationskompetenz | |
| Identitätsentwicklung | |
| Umgang mit technischen Hilfsmitteln | |
| Hörtaktik | |
| Audiologie | |
| Einzelförderung: CI-Therapie, Pädagogisch-Therapeutische-Massnahmen |
Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit...
| Eltern | |
| Schulleitung | |
| AkustikerInnen | |
| Logopädie | |
| TherapeutInnen (Ergotherapie, Bewegungstherapie, Psychomotorik,etc.) | |
| SozialpädagogInnen in Institutionen mit Internat | |
| PsychologInnen / PsychiaterInnen | |
| Berufsberatung | |
| HNO-ÄrztInnen |
Umgang mit der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler
| Schwerhörige | |
| Gehörlose | |
| Lernbehinderte | |
| Sprachheilschüler/innen | |
| Körperbehinderte | |
| Schüler/innen aus fremden Kulturen |
Mitglieder der Berufskommission der HörgeschädigtenpädagogInnen
(BKHP)
Judith Sidler, Landenhof Unterentfelden, Vorstand BHP
Esther Knüsel, Teilintegration Oberstufe Zürich, Vorstand BHP
Anne Coquoz, Sprachheilschule Münchenbuchsee
Beat Tschamper, Landenhof Unterentfelden
Niels Zangger, Sekundarschule für Gehörlose Zürich
Katharina Eijsink, Schule für Gehör und Sprache Zürich
Erich Neuenschwander, Sprachheilschule Wabern
Eva Maria Delb, Heilpädagogisches Zentrum Hohenrain
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