Katharina Hotz
Ein Unterrichtsentwicklungsprojekt zu Identität
und Selbstständigkeit mit schwerhörigen Jugendlichen
"Plötzlich konnte ich viel nachfragen,
viel sprechen, das war ein gutes Gefühl.“
Ein Unterrichtsentwicklungsprojekt zu Identität
und Selbstständigkeit mit schwerhörigen Jugendlichen.
Es wird ein Unterrichtsentwicklungsprojekt vorgestellt, das mit einer Gruppe
von Schülern und Schülerinnen mit einer Schwerhörigkeit unterschiedlichen
Grades in einer Sonderschule für Schwerhörige durchgeführt
wurde. Die Ausgangslage: Fragen der Identität spielen bei 14 bis 15-Jährigen
eine wichtige Rolle, erste problemorientierte Auseinandersetzungen mit der
eigenen Behinderung finden statt. Dazu ist Interesse am Berufswahlprozess
vorhanden. Organisations- und Sozialisationsbedingungen einer Internatsschule
erschweren vielfältige Aussenkontakte, wie sie in diesem Alter üblich
sind. Pädagoginnen und Pädagogen, aber auch Betroffene selber, stellen
eine gewisse Unselbstständigkeit und Überbehütung bei schwerhörigen
Jugendlichen fest.
Die neuere Forschung zur Identitätsarbeit
zeigt, dass der Identitätsprozess handelnde Tätigkeit des Individuums
als reflexives Subjekt ist: Hörgeschädigte Menschen müssen
sich als Akteure ihres eigenen Handelns erfahren können, damit Identitätsarbeit
gelingt.
Selbstständig durchgeführte und organisierte Begegnungssituationen
(Interviews) mit hörgeschädigten Berufspersonen ermöglichen
diese Erfahrungen, insbesondere auch diejenige von Kontrolle.
Die Selbstständigkeit, der Kenntnisgewinn über Berufe und das Behinderungsbewusstsein
wurden aus Beobachtungen, Befragungen und schriftlichen Antworten und Aufzeichnungen
der Jugendlichen ermittelt
Katharina Hotz, Hebelweg 6, 5000 Aarau, (Schule für Schwerhörige
Landenhof)
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